Home / Initiative / Menschen

Prof. Albrecht Beutelspacher: Mathe zum Anfassen

Zahlen ohne Qualen

Mathematik - für viele Schüler ein echtes Angstfach. Umso erstaunlicher, dass Prof. Albrecht Beutelspacher behauptet: "Mathe macht glücklich!" Mit faszinierenden Spielen stellte er seine Behauptung im IdeenPark 2008 unter Beweis.

Prof. Albrecht Beutelspacher:
Mathe zum Anfassen
Gelungen ist ihm dies schon oft, unter anderem im IdeenPark 2006 in Hannover, wo er sein Publikum begeisterte. Der 1950 geborene Tübinger ist ein Genie darin, Mathematik anschaulich zu machen. "Mathematik hat mit Spaß, Neugier und Kreativität zu tun", sagt Beutelspacher und bedauert: "In der Schule kommt das oft nicht vor."

"Nicht so zappeln!"

Darum hat Beutelspacher in der Stadt Gießen - an der dortigen Universität hat er den Lehrstuhl für Geometrie und Diskrete Mathematik inne - das "Mathematikum" gegründet. Kinder und Erwachsene haben in diesem interaktiven Museum die Chance, aktiv mit Objekten zu experimentieren, die mathematische Themen verdeutlichen - Mathe zum Anfassen eben. Viele dieser Objekte und Experimente konnte man im IdeenPark 2008 erleben: Man konnte sich dort beispielsweise selbst von einer riesigen Seifenblase umhüllen lassen - und nebenbei lernen, wie die schillernde Seifenhaut es schafft, immer eine möglichst kleine Oberfläche zu bilden. Spannende Themen wie Kryptologie - Verschlüsselungen und Geheimschriften also - oder Unendlichkeit hat Beutelspacher auch in einer eigenen Sendereihe des Bayrischen Rundfunks für Laien verständlich vermittelt.

Dabei galt der vielfach ausgezeichnete Professor in seiner Jugend als in sich gekehrt und still. "Als Kind war ich ein kontaktscheuer Einzelgänger", erzählt er. Erst bei Vorträgen, beim Diskutieren und Debattieren mit italienischen Kollegen, damals schon über 30, lernte er, richtig aus sich herauszugehen. Kühle Mathematik, vorgetragen mit italienischer Leidenschaft - heute tut Beutelspachers sogar fast zuviel des Guten. "Meine Frau sagt manchmal, ich soll nicht immer so herumzappeln", lacht der Professor.

nach oben Druckversion

Copyright by ThyssenKrupp AG © 2009 | Impressum/Disclaimer