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ATB
förderte Jades

IdeenSounds Abschlusskonzert:
Jades

Klassisches Songwriting auf dem Plattenteller serviert
ATB stellte bei der Unterstützung des Projektes Jades und dessen Song "Wrong medication" mal wieder unter Beweis, dass auch in elektronischer Musik eine Menge klassisches Songwriting steckt.

Interview

ATB

Warum machst Du bei dem Projekt 'IdeenSounds' mit?
Wenn es um Technologie und technologische Innovationen geht, bin ich immer sehr interessiert. Vor allem dann, wenn man in Prozesse neuer Innovationen persönlich eingebunden wird. Auch ist für mich der Blick auf Nachwuchskünstler und Talente immer Priorität, da aus neuen, frischen Ideen meist die kreativsten Dinge entstehen. All dies macht das Projekt “IdeenSounds” natürlich extrem interessant für mich.
Ein Statement zu Deinem "Patenkind"?
Ich kenne „Jades“ schon lange und neben unserer Zusammenarbeit verbindet uns auch eine jahrelange Freundschaft. Ich war schon immer begeistert von seinen Songwriter- und Produzentenqualitäten und vor allem seiner musikalischen Wandlungsfähigkeit. Ich denke, er hat genau die kreativen und technischen Fähigkeiten, die ein Songwriter und Produzent in der heutigen Zeit braucht, um in der immer härter werdenden und sich ständig wandelnden Welt des Musikbusiness zu Recht zu kommen. Und vor allem hat er Talent und den ganzen Willen mit diesem Talent viel zu erreichen.
Kann man Kreativität lernen oder fördern? Wie versuchst Du das als "Nachwuchsförderer" in dem Projekt umzusetzen?
Da ich selbst vor einigen Jahren eine Schule für Tontechnik und musikalische Kreativität ins Leben gerufen habe (SEAP), weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr wohl möglich ist, Kreativität zu erlernen und zu fördern. Die Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich immer vorhandenes Talent und auch Fleiß. Sind diese Vorraussetzungen erfüllt und glaubt man zusätzlich an den eigenen Erfolg können sich Türen öffnen. Ich verstehe mich in diesem Projekt sozusagen nur noch als hilfreicher Türoffner und gebe dem “Nachwüchsler” Tipps und Tricks mit auf seinen Weg. Außerdem kann man dafür sorgen, dass der Nachwuchs eigene gemachte Fehler gar nicht erst macht. Das kann sehr hilfreich sein da jegliche Art von Problemen die eigene Kreativität behindern kann.
Kannst Du als Musiker heutzutage noch ohne Technik auskommen?
Um Himmels willen nein! Da ich Elektronische Musik mache und ein selbsternannter Technik Fanatiker bin, möchte ich niemals auf die moderne Technik verzichten. Ganz im Gegenteil. Ich schaue ununterbrochen nach neuen Innovationen, die mir die Arbeit erleichtern. Damit meine ich Technologien, die mir bestimmte Arbeitsabläufe abnehmen um mich noch mehr auf die kreative Arbeit konzentrieren zu können.
Wie nutzt Du die Technik für die Musik?
Erst einmal benutze ich die Technik im wahrsten Sinne des Wortes natürlich als Instrument. Ohne meine Instrumente könnte ich keine Elektronische Musik machen. Allerdings benutze ich die Technik heutzutage auch immer mehr zum Veröffentlichen der eigenen Musik und für den kreativen Austausch mit anderen Künstlern und Produzenten. Noch nie waren Zusammenarbeiten über große Entfernungen, sogar über Kontinente hinweg so einfach wie heute.  So hat das Web 2.0 auch die Musikwelt und die Publishingmöglichkeiten der eigenen Musik extrem verändert. Dies ist in meinen Augen auch ein sehr wichtiges Instrument für den Nachwuchs geworden, da diese Technologien neuen Songwritern und Produzenten unabhängig von Labels und Plattenfirmen die Möglichkeit geben, ihre Werke zu veröffentlichen und so eventuell beim Hörer oder in der Industrie Interesse wecken.

Interview

Jades

Warum machst Du bei dem Projekt 'IdeenSounds' mit?
Als ich von dem Projekt "IdeenSounds" gehört habe, war ich zu allererst erfreut und zugleich verwundert, dass ein Konzern wie ThyssenKrupp sich im Rahmen des IdeenParks so für musikalische Talente in Deutschland einsetzt. Gerade in der Zeit des musikalischen Castingshow-Einheitsbreis finde ich es bemerkenswert, dass es auch noch Institutionen gibt, die Musik aus Deutschland auf eine andere und für mich sehr interessante Art und Weise fördern und unterstützen. Daher bin ich sehr glücklich an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen.
Ein Statement zu Deinem "Paten"?
André hat sich durch Kontinuität und ständige Suche nach Innovationen seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich im internationalen Musikbusiness etabliert und da ist es für mich natürlich besonders schön zu sehen, wie er hinter mir steht und an meine Fähigkeiten und mein Talent glaubt. Das gibt immer wieder Kraft weiter zu machen und an sich zu arbeiten um immer wieder Trends zu erkennen — oder noch besser — diese zu setzen. Zudem sind wir seit Jahren sehr eng miteinander befreundet und wissen um unsere Stärken und Schwächen. Das erleichtert die tägliche Zusammenarbeit sehr, denn um gemeinsam kreativ zu sein muss einfach die Chemie stimmen.
Kannst Du als Musiker heutzutage noch ohne Technik auskommen?
Ich habe ein Studium zum Tontechniker hinter mir. Ich denke, diese Bezeichnung trägt meine Antwort schon in sich. Auch wenn ich ursprünglich aus der klassischen Musik komme und auch klassisch Musikinstrumente gelernt habe, so ist für mich Musik in der heutigen Zeit extrem eng mit Technik verknüpft. Gerade die elektronische Musik lebt vom Wandel der Sounds, der klanglichen Innovation und diese wären ohne die Technik dahinter gar nicht umsetzbar. Zudem arbeite ich mit verschiedenen Produzenten zusammen und versuche, deren Klangideen umzusetzen. Ohne einen ganzen Fundus an Technik wäre ich hier in meiner Flexibilität absolut eingeschränkt.
Wie nutzt Du die Technik für die Musik?
Technische Errungenschaften bestimmen definitiv meinen musikalischen Alltag. Sei es um spontane Ideen einzufangen, sich über das Internet mit anderen Künstlern und Produzenten auszutauschen oder einfach aus der Kombination mehrerer Tools etwas neues, bisher so nicht da gewesenes zu kreieren. Zusätzlich nutze ich natürlich auch die Möglichkeiten des Web 2.0. Es ist damit wesentlich einfacher geworden, sich und seiner Musik Gehör zu verschaffen und geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Gerade hier werden sich in Zukunft ungeahnte Möglichkeiten ergeben und ich bin wahnsinnig gespannt, was da noch alles auf uns zukommen wird.

ATB ´TRILOGY´

Als Songwriter und Produzent bewegt sich André Tanneberger von Beginn an zwischen zwei Horizonten: Die Welt der treibenden, elektronischen Musik ist gekennzeichnet durch sein jahrelanges Schaffen außergewöhnlicher, melodiöser Clubtracks und einer schier endlosen Liste an DJ-Sets, verteilt über den ganzen Globus. Weltruhm erlangte er durch internationale Top10 Hits wie ´9 PM (Till I Come)´, ´Don’t Stop´, ´Killer´, ´Let U Go´ oder ´Ecstas´. Der Ambientbereich bildet den zweiten, gleichzeitig ergänzenden Part, geprägt durch ruhige Songs, in denen man sich verlieren kann und ins Träumen gerät.

In Form der Limited Edition seines siebten Albums hat ATB diese zwei Horizonte vereint, jedoch bewusst nicht vermischt. ´Trilogy´ liefert auf der ersten CD elektronischen, melodiösen ATB Sound. Ein einzigartiges Trance-/Rock-/Pop Crossover, dem es an ATB typischen Beats jedoch nicht fehlt. Die zweite CD bietet dem Hörer 14 ruhigere, entspannte Tracks an. „Jedes Album sollte seine eigene Seele haben und einen roten Faden, der sich durch alle Songs zieht. Diese Seele kann man aber nur fühlen, wenn man den Tonträger hintereinander durchhören kann. Mischt man jedoch die schnellen mit ruhigeren Songs, würde der Hörer immer wieder herausgerissen“ erklärt André.

Ein solch roter Faden zieht sich auch durch Andrés Karriere. Mit genauem Timing liefert er seinen Fans jedes Jahr ein Album. 2005 erschien mit ´Seven Years´ ein Mix aus Best-Of und neuen Songs, welche das Bindeglied der ersten- und der zukünftigen Ära darstellen. Gleich zu Beginn seiner neuen Zeitrechnung bricht ATB mit der alten Gewohnheit: „Dass ich jedes Jahr ein Album veröffentlicht habe, war weder ein Muss, noch eine Vorgabe. Es hat sich immer von selber so ergeben.“ Nach der Mix-Compilation ´The DJ 3 – In The Mix´ Anfang 2006 war es André nicht möglich, im gleichen Jahr auch noch ein Album zu veröffentlichen. „Nachdem ich 2005 und 2006 überall auf der Welt aufgelegt habe, war eine Pause nötig. Ich musste alle Einflüsse erst mal sacken lassen und wollte mich von alten Soundmustern lösen.“

Das ist ihm eindeutig gelungen. ´TRILOGY´ zeigt neue Seiten, die dennoch den unverkennbaren ATB Stil tragen. Die von ihm benutzte Instrumentierung variiert stärker als zuvor. „In der Dance Musik ist das Verhältnis bzw. der Einfluss von elektronischen Sounds zum Einsatz handgespielter Instrumente wie Drums, Pianos und Gitarren ca. 90- zu 10%. Wir brechen das Ganze auf und liegen bei einem Verhältnis von 60 zu 40, teilweise sogar 50/50. Wir haben viel Wert auf das Songwriting gelegt und bei der Suche nach Songideen einfach klassisch im Studio gesessen und auf der Gitarre und dem Schlagzeug gespielt.“ Eine Fülle neuer Songs ist so entstanden, die ein neues Kapitel ATB aufzeigen, ohne die Erfahrungen aus den Vorangegangenen zu vernachlässigen. Auch ´TRILOGY´ behält die magische Handschrift André Tannebergers.

Seine Produktionen waren stets international ausgerichtet. Ein Denken in Ländern oder Kontinenten gab es nicht. „Ich habe nie einen Song gemacht, der für ein bestimmtes Land funktionieren sollte. Davon habe ich mich immer frei gemacht. Ich denke, die Menschen sind überall auf der Welt ähnlich gestrickt. Clubmusik ist ein weltweites Phänomen. Leute in Brasilien tanzen zu den gleichen Songs wie in Tokio, London oder Südafrika. Dance Musik schafft es, Menschen auf der ganzen Welt zu verbinden – besser als jede Politik.“

Über eine Dekade elektronischer Musik und sein Leben als DJ haben ihre Wirkung auf André nicht verfehlt, seinen Horizont erweitert- und ihn geprägt. Er selber sagt, dass er einen Reifeprozess durchlaufen hat: „Meine Produktionen sind erwachsener geworden.“ Trotzdem hängt sein Herz nach wie vor an elektronischer- als auch Popmusik. „Man wird zwar älter, aber den Musikgeschmack nimmt man mit.“ Und genau das denkt André auch von seinen Fans. Schließlich sind auch sie mit gewachsen und finden sich, genau wie die neue Generation, in der zeitgemäßen, neuen Art der Songs wieder.

Dass ATB nicht mit allen Konventionen bricht, sondern auch gerne in die Vergangenheit blickt, um Tracks weiter zu entwickeln, beweist der Albumtitel ´TRILOGY´; so hießen bereits zwei Songs auf vorangegangenen Tonträgern. Die dritte Version ist nicht nur der Titelsong des aktuellen Albums, sie bildet außerdem den Abschluss dieser Songreihe. Unter verschiedenen, exzellenten Kooperationen findet man auf dem neuen Meisterwerk auch Heather Nova, weltweit bekannte und überaus erfolgreiche Rock- und Pop-Ikone, als Co-Writerin und Gesangspart wieder. Mit ihr arbeitete André bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammen. Erneut war diese Zusammenarbeit der Ursprung dreier grandioser Songs, von denen einer direkt als erste Singleauskopplung fungiert: ´Renegade´.

Man spürt die Kreativität, die sich in der monatelangen Studioarbeit entladen hat. Zahlreiche Nachtschichten, zusammen mit dem Team und seinem besten Freund „Rudee“, den er als Co-Producer mit ins Boot genommen hat, haben unzählige Ideen geweckt. André sagt selbst „Es waren noch so viele Songs am Start, dass gleich ein zweites Album hätte gefüllt werden können.“ Man merkt, wie André die Zeit im Studio genossen hat. Jetzt freut ATB sich umso mehr darüber, das Ergebnis weltweit präsentieren zu können!

Endlich gibt es auch für alle Fans in Deutschland wieder die gute Nachricht, ATB live erleben zu dürfen: acht aufeinander folgende Deutschland-Termine, im Rahmen der ´TRILOGY´ Album Veröffentlichung, bilden den Auftakt zur Welttournee mit weiteren Gigs in den USA, Lateinamerika, Asien, Australien und Europa.

 

Jades

Das Projekt Jades in eine Schublade zu stecken, fällt nicht nur Hörern schwer, die wenig Berührungspunkte mit elektronischer Musik haben. Hier verschmelzen elektronische Styles mit klassischem Songwriting – club-affine Arrangements mit herkömmlichen Songstrukturen. Dass dies nicht von ungefähr kommt, begründet sich in der Tatsache, dass der Multinstrumentalist Rudi Dittmann schon früh für sich den Anspruch entwickelte, eingefahrene musikalische Strukturen zu durchbrechen, um seinen eigenen Stil zu finden.

So arbeitete er als Arrangeur und Songwriter in diversen Tonstudios an etlichen Pop-und Dance-Produktionen mit, begleitete seinen Mentor Andre Tanneberger alias ATB auf dessen Tourneen um den Globus und sammelte über die Jahre (nicht nur musikalische) Erfahrungen, die nun sein Projekt Jades und dessen internationale Ambitionen begründen.

Dabei kann Jades auf ein effektives Netzwerk bauen, das es ihm ermöglicht, mit Musikern und Songwritern ortsunabhängig und die neuesten Technologien nutzend zu kooperieren. Während die Gesangsaufnahmen und der Text zu seinem aktuellen Song „Wrong Medication“ in einem Hotelzimmer in Hamburg auf einem mobilen Recording Setup entstanden, arbeitete Rudi Dittmann zeitgleich autark an der musikalischen Umsetzung des Tracks.
In seinem Bochumer Studio fügten sich die Elemente schliesslich beinahe „wie von selbst“ zusammen – zu einem eigenständigen Sound dem es gelingen wird, musikalische Grenzen zu verwischen und neue Wege zu entdecken.

It`s all about music – and it`s only just begun!

 

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